Eine fairere Welt dank Blockchain?

Die Nutzung von Blockchain zur Sicherung der Transparenz innerhalb von Lieferketten

Wir leben in einer Welt, in der wir auf kaum etwas verzichten müssen. Wenn wir einfach konsumieren, wonach uns gerade der Sinn steht, können wir das ganze Jahr über Tomaten, Ananas und Mango essen. Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, günstiges Fleisch zu kaufen, Jeans und T-Shirts zu verlockend niedrigen Preisen online zu bestellen und uns jährlich ein neues Smartphone leisten.

Jedoch wächst vermehrt unser Bewusstsein für fair produzierte und gehandelte Produkte. Damit einher geht der Wunsch zu verfolgen, ob unser Pulli unter ethisch vertretbaren Bedingungen gefertigt und ob das Rind, dessen Steak wir essen, vor der Schlachtung tatsächlich artgerecht gehalten wurde. Immer häufiger findet man auf Packungen den Hinweis, dass etwas Bio, vegan oder mit Ökostrom produziert ist (lies hier mehr über die spannende Stromrevolution), doch ob diese Angaben wahr sind, lässt sich nur schwer und oftmals überhaupt nicht nachweisen. War das Freilandhuhn wirklich im Freien unterwegs? Wurde das Kobalt für das Smartphone tatsächlich unter fairen Bedingungen abgebaut? Diese Fragen bleiben bisher meistens unbeantwortet.

 

Faire Produktionsbedingungen durch Dezentralisierung

Eine Lösung für dieses Problem bietet die Blockchain. Wenn alle Teilnehmer der Lieferkette ihre Informationen zugänglich machen und dafür die Blockchain nutzen, werden sowohl die Produktionsbedingungen als auch der Produktionsweg transparent dargelegt. Unternehmen jeder Größe, sowie private Konsumenten können sich so auf die Zuverlässigkeit und Seriosität der Informationen verlassen.

Durch die Dezentralisierung werden die Daten zuverlässig nachvollzogen und die Fälschung von Angaben kann leicht verhindert werden, da es keine einzelnen Schwachstellen gibt. Eine Missachtung der Produktionsbedingungen wird beispielsweise bestraft, indem der Produzent aus der Lieferkette ausgeschlossen und durch einen anderen ersetzt wird.

 

Was kann alles verifiziert werden?

Die Möglichkeiten sind nahezu endlos. Produzenten verpflichten sich über die Blockchain beispielsweise, Transparenz von Produktionsbedingungen und -wegen darzulegen. So ist es möglich, beinahe alles einzusehen: Wasser- und CO2-Fußabdruck, Nutzung erneuerbarer Energien, artgerechte Haltung von Tieren, ressourcenschonende Arbeit oder Einhaltung von gesundheitlichen Tests zur Sicherung von Qualität. Dass es noch zahlreiche weitere Einsatzbereiche gibt und hier nur einige Möglichkeiten genannt werden, versteht sich von selbst. 

 

Ethisch vertretbare Lieferketten

Um eine ethisch vertretbare Lieferkette zu garantieren, werden beispielsweise entsprechende Zertifikate und Protokolle beschlossen und gespeichert, an die sich die Lieferanten halten müssen. Käufer an jeder Stelle der Produktionskette können daher entscheiden, ausschließlich Produkte von Produzenten zu kaufen, die sich an die gemeinsamen Richtlinien halten und nachvollziehen, ob in der bisherigen Produktionskette die Standards eingehalten wurden. So herrscht absolute Transparenz zu Produktionslimits und -bedingungen. In der Weiterverarbeitung wird offengelegt, wie groß die Menge des Produkts ist und welche Produzenten beteiligt sind. Unternehmen haben auf diese Art und Weise die Möglichkeit, problemlos nachzuweisen, dass ihre Produkte ethischen Standards entsprechen und weder gesundheits- noch umweltschädlich sind. 

 

Ideen voranbringen und Innovationen fördern

Um diese transparenten Lieferketten zu ermöglichen und zu fördern, braucht es frische Ideen, jemand, der an diese Ideen glaubt und die Möglichkeit, diese umzusetzen. Gerade Startups arbeiten häufig an revolutionären Einfällen, die unsere Welt Schritt für Schritt ein wenig besser machen würden. Doch jeder Gründer weiß, wie schwer es oft ist, für seine Ideen die nötige Finanzierung zu erhalten. Auch der beste Einfall lässt sich nur mit den entsprechenden finanziellen Möglichkeiten umsetzen. Die beste Idee, wie sich der Wasserverbrauch bei der Herstellung von Kleidung reduzieren lässt, nützt nichts, solange sie nur in Gedanken existiert. Alle großartigen Einfälle brauchen Hilfe und Unterstützung, um umgesetzt zu werden.

 

Als Experten in Sachen Distributed Ledger Technology (DLT) und Digitalisierung von Wertpapieren sind wir von Cashlink in der Lage, mit unserer technischen Infrastruktur unter anderem Unternehmen zu fördern, die an genau solchen Innovationen arbeiten. Wir glauben daran, dass wir die Welt besser machen, wenn wir sie technisch voranbringen. So leisten wir unseren Beitrag, um innovative Lösungen, unter anderem zur Transparenz von Lieferketten, voranzubringen. Wenn ein Startup die nötige Finanzierung erhält, seine Unternehmensbeteiligungen digital ausgibt und das am Notar gesparte Geld in sein Produkt stecken kann, um dann die Welt ein klein wenig besser zu machen, wissen wir, dass wir mit unserem Produkt unseren Teil geleistet haben. 

 

Pilotprojekte laufen bereits

Die Blockchain bietet also eine kostengünstige, unkomplizierte und verlässliche Methode, die Herkunft von einzelnen Bestandteilen von Produkten zu verfolgen. So wird Transparenz garantiert und ethische Werte gesichert. Es gibt bereits Pilotprojekte zu diesem Verfahren und große Unternehmen wie Walmart und Apple haben ihre Bereitschaft geäußert, ihre Produktionsketten auf diese Art und Weise offenzulegen. So können wir einerseits als Konsumenten vielleicht schon bald einfach den Barcode scannen, um zuverlässige Informationen zu erhalten, wo unser Produkt herkommt und wie es produziert wurde. Andererseits entwickelt sich unsere Welt mit Hilfe von umsetzbaren, innovativen Ideen hoffentlich stetig in eine Richtung, die uns Schritt für Schritt in eine noch großartigere, für alle lebenswerte Zukunft lenkt.

 

Quelle Bild: Gerd Altmann auf Pixabay