Vision, Herz und Seele: Was sieht man, wenn man hinter die Fassade deines Unternehmens blickt?

Inhaltsverzeichnis

Der Kern und die Vision deines Unternehmens für kontinuierliches und stabiles Wachstum

Mission, Vision, Werte

Gib deinem Unternehmen eine klare Struktur

Vier Komponenten für den Erfolg deines Unternehmens

Die Seele deines Unternehmens: Prinzipien & Einstellungen

Niedergeschriebene DNA: deine Core Values

So findest du deine Core Values

Das Herz deines Unternehmens: der Zweck

Hol dein Team mit ins Boot

Erleichtere die Entscheidungsfindung

Kurz und prägnant: der Zweck

Stabiler als ein altes Nokia: deine Kernkompetenzen

Der logische Schluss

Entdecke dein Alleinstellungsmerkmal dank der Kernkompetenzen

Den Stier bei den Hörnern packen: Die Kernkompetenzen formulieren

Die Vision und der OPSP

Einfach und klar: Formuliere deine Vision

Mit einer ausgefeilten Strategie zur Vision

Auf Kurs gebracht: Starte durch mit deiner Vision vor Augen

 

Der Kern und die Vision deines Unternehmens für kontinuierliches und stabiles Wachstum

Ganz gleich welches Produkt oder welche Dienstleistung du anbietest, es gibt immer ein Ziel, welches alle Startups, mittelständischen Unternehmen und Großkonzerne gemeinsam haben: Das eigene Unternehmen wachsen zu sehen. Damit dies gelingt, reicht es heute meistens nicht mehr, ein gutes Produkt oder eine überzeugende Idee zu haben. Es ist ebenso essenziell einen starken Unternehmenskern zu schaffen, seine Angestellten zu motivieren und eine Vision zu kreieren, die zu erreichen das große, übergeordnete Ziel des Unternehmens ist. Wenn jeder im Team weiß, warum spezielle Aufgaben anfallen, ob das geplante Meeting sinnvoll und notwendig ist und was bei allen kleinen Schritten die große Vision ist, auf die man zuläuft, dann steigt die Motivation. Jedes Teammitglied kennt so seine Aufgaben, kann unabhängiger agieren und alle ziehen an einem Strang.

 

Mission, Vision, Werte

Beinahe jeder wird schon einmal über die Worte Mission, Vision, Werte gestolpert sein. Klingt gut, oder? Aber was ist damit genau gemeint? Wenn du gefragt wirst, was die Werte deines Unternehmens sind, kannst du sie klar formulieren? Oder würden dir zunächst Buzzwords wie Rücksicht, Umweltschutz oder Freundlichkeit einfallen? In vielen Fällen ist dies so und keine Frage: Freundlichkeit ist wichtig, Rücksicht auch und Umweltschutz sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Doch wenn man sich dann überlegt, wie genau man freundlich und rücksichtsvoll ist, gehen die Meinungen der meisten Menschen schon auseinander. Sollte man daher nicht nach Werten suchen, die unmissverständlich für alle sinnvoll erscheinen, deren Einhaltung leicht fällt und die allen Beschäftigten im Unternehmen Halt und eine Richtung geben?

Genau das gleiche Dilemma hat man mit Mission und Vision. Die beiden Begriffe sind zunächst einfach nur abstrakte Worte, die im Raum stehen und es wundert einen nicht, dass sie von vielen Teammitgliedern mit einem Augenrollen betrachtet oder im schlimmsten Fall gleich völlig übergangen werden. Warum sollte man sich auch eingehender damit beschäftigen, wenn es E-Mails zu beantworten, Meetings zu planen und Lunches mit den Lieblingskollegen zu koordinieren gibt? Der Tag lässt sich auch so gut füllen, ohne zu überlegen, ob man nun zur Mission des Unternehmens beigetragen hat.

 

Gib deinem Unternehmen eine klare Struktur

Man kommt also, wenn man in die Thematik eintaucht, zwangsläufig zu dem Schluss, dass das Mission-Vision-Werte Mantra möglicherweise nicht mehr zeitgemäß ist, wenn man seinem Unternehmen eine klare Struktur geben will. Genau aus diesem Grund findest du in diesem Blogpost keine schwammige Anleitung, wie du die Mission deines Startups formulieren könntest. Stattdessen geben wir dir alternative Möglichkeiten, dein Unternehmen von innen heraus zu stärken und diese Stärke beizubehalten, auch wenn es mit den Jahren stetig wächst und die Teamgröße kontinuierlich steigt. So lange man nicht aus den Augen verliert, wofür das Unternehmen wirklich steht und alle Teammitglieder in jeder Situation auf dieses starke Fundament zurückgreifen können, gibt es keinen Grund sich Sorgen zu machen, dass Ziel- und Motivationslosigkeit überhaupt entstehen.

 

Vier Komponenten für den Erfolg deines Unternehmens

Die Strategie, die dein Unternehmen festigen und voranbringen wird, enthält vier Teile. Zunächst gibt es Prinzipien und Einstellungen, auch als Core Values bekannt, als zweites den Zweck des Unternehmens und drittens Kernkompetenzen. Zusammen machen sie den Kern aus, um den herum sich alles weitere aufbaut. Der vierte Aspekt ist die Vision: Das große Ganze auf das du hinarbeitest und mit welcher der Unternehmenskern selbstverständlich im Einklang stehen sollte. Wenn deine Vision lautet: "Menschen, die Freude an natürlichen Lebensmitteln zurückbringen", dein Unternehmen jedoch in erster Linie testet, wie man Süßigkeiten mit möglichst vielen Geschmacksverstärkern noch intensiveren Geschmack verleihen kann, muss entweder der Unternehmenskern oder die Vision grundlegend überarbeitet werden. Ansonsten werden wohl weder deine Mitarbeitenden noch deine Kunden deine Grundsätze wirklich ernst nehmen. 

 

Mit wachsender Mitarbeiter- und Auftragszahl, wird es immer schwieriger werden, zu gewährleisten, dass alle an einem Strang ziehen und effektiv gearbeitet wird. Wenn dein Kern stark und widerstandsfähig ist und er kontinuierlich bestärkt und von allen, ganz gleich ob Führungsebene oder Praktikumskraft, verinnerlicht wird, kommst du deiner Vision Stück für Stück näher. Mit einer ausgefeilten und klar formulierten Strategie gelingt es dir, deine Konkurrenz da zu überholen, wo sie anfängt, unkoordiniert zu arbeiten. Wir geben dir eine Anleitung an die Hand, mit der du dein Unternehmen stark machen kannst und es auf seinem Weg, die große Vision zu erreichen, zielstrebig voranbringen kannst.

 

Die Seele deines Unternehmens: Prinzipien & Einstellungen

Prinzipien und Einstellungen sind die Seele eines Unternehmens, die Werte an denen man es unverkennbar identifizieren kann. Du hast sie vielleicht schon unter dem Begriff Core Values kennen gelernt, den wir auch hier bei Cashlink nutzen. Unsere vier Core Values haben wir folgendermaßen formuliert:

Nach diesen vier Prinzipien richten wir uns. So funktioniert unsere Kommunikation untereinander gut und im Zweifelsfall dienen sie als Leitlinie, um Entscheidungen zu treffen.

 

Niedergeschriebene DNA: deine Core Values

Die Core Values sind also die niedergeschriebene DNA eines Unternehmens, was es ausmacht und ihm eine Persönlichkeit verleiht. Entsprechend werden Core Values auch nicht erfunden oder einfach festgelegt. Nein, es handelt sich hierbei keinesfalls um eine Wunschliste, sondern vielmehr um Prinzipien, die schon existieren, die die Unternehmensstruktur bereits beeinflussen, jedoch noch versprachlicht werden müssen. Daher können Core Values nicht einfach nach Wunsch niedergeschrieben und im schlimmsten Fall einem Team sogar aufgezwungen werden. Stattdessen gibt es sie schon und man muss sie entdecken, herausfinden, was die Persönlichkeit eines Unternehmens ausmacht und sie schließlich akkurat beschreiben. Prinzipien und Einstellungen haben keine Wertung, sie sind niemals gut oder schlecht, sondern existieren einfach. Niedergeschrieben dienen sie als hilfreiche Leitlinie für alle Teammitglieder, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und eigenständig arbeiten zu können. Sie sind für alle da. Daher ist es essentiell, dass sie in jeder Situation von allen Personen im Unternehmen berücksichtigt und befolgt werden. Wenn die Führungsebene sich über die Core Values hinwegsetzt, wird der Rest des Unternehmens diese nicht ernst nehmen und mit der entsprechenden Wichtigkeit behandeln.

 

So findest du deine Core Values

Um die Core Values deines Unternehmens zu entdecken, überlege dir die folgenden 6 Schritte:

  1. Entdecken und formulieren: Welche Werte werden in deinem Unternehmen schon gelebt? Sind Teammitglieder besonders hilfsbereit gegenüber ihrem Kollegium? Seid ihr ein starkes Team, dass viele verschiedene Persönlichkeiten und Charaktere vereint? Oder versucht ihr vielleicht, immer die Seite eures Gegenüber zu verstehen und bemüht euch, in allen Situationen daran zu denken, dass Menschen auch Fehler machen können und dürfen? Frag dein Team, was sie besonders schätzen, was den Alltag im Unternehmen prägt und wie sie sich wohlfühlen.
  2. Formuliere deine Core Values: Die Prinzipien und Einstellungen müssen präzise formuliert sein. Nutze nicht nur einzelne Wörter, sondern ganze Phrasen und erkläre diese in ein bis zwei Sätzen. Jeder sollte die Core Values sofort verstehen und verinnerlichen können, wenn er sie liest. So entstehen später keine Unklarheiten, wenn dein Unternehmen erst einmal auf eine Größe heranwächst, bei der du keine Zeit mehr hast, jedem einzelnen neuen Teammitglied diese ausführlich zu erklären.
  3. Nicht zu viel und nicht zu wenig: Wähle die drei, vier oder fünf wichtigsten Core Values aus und schreibe sie auf. Es sollten nicht zu wenige sein, sodass dein Team nicht das Gefühl hat, sie seien unvollständig und wichtige Teile wurden ausgelassen, aber auch nicht so viele, dass man sie nicht mit Leichtigkeit verinnerlichen kann. Wenn man jedes mal nachsehen muss, wie die Core Values lauten, ist dies ein sicheres Indiz, dass du zu viele formuliert hast.
  4. Schließe jeden in die Auswahl mit ein: Core Values bedeutet, dass sie zum Kern des Unternehmens gehören und somit für jeden gültig sind. Wenn sich nun also ein Teil des Teams nicht mit den Core Values identifizieren kann, sollte auf jeden Fall darüber nachgedacht werden, woher diese Differenzen kommen.
  5. Core Values gelten für alle: CEO, die einzelnen Teams, alle Teilzeit- und Praktikumskräfte gehören zum Team und sollten deshalb die Core Values verinnerlicht haben. Wenn sich die Führungskräfte ständig über die Prinzipien hinwegsetzen und sie bei Entscheidungen ignorieren oder Teammitglieder mit Teilzeitjobs gar nie von ihnen erfahren, weil sich keiner die Mühe macht, sie zu informieren, sind sie nutzlos. Hier gilt das ganz-oder-gar-nicht-Prinzip.
  6. Sie müssen nicht von heute auf Morgen festgelegt werden: Arbeite ruhig an deinen Core Values, bis sie sich richtig und passend anfühlen. Ein Unternehmen, das in den Kinderschuhen steckt, wird ebenso wie vieles anderes auch seine Core Values langsam aufbauen müssen und so wie sich die Struktur am Anfang noch stärker ändert und formt als bei einem etablierten Unternehmen, muss man sich auch hier Zeit nehmen, die Core Values zu formulieren, mit denen sich alle identifizieren können.

Um die Core Values zu etablieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da sie das ganze Unternehmen betreffen, macht es je nach Größe Sinn, verschiedene Workshops zu gestalten und die Mitarbeitenden in den Prozess des Findens einzubinden. So werden die Core Values von Beginn an zum Leben erweckt und es wird garantiert, dass alle in den Vorgang integriert sind. Ebenso kann ein Core Value pro Quartal als Motto genutzt werden, auf das besonderen Wert gelegt wird. Ob man am Ende eine besonders gelungene Umsetzung hervorhebt oder sich Teammitglieder gegenseitig nominieren können, wenn ihnen etwas auffällt, bleibt jedem Unternehmen selbst überlassen. Bei der Etablierung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, solange es ein Gemeinschaftsprojekt ist und man nicht aus den Augen verliert, dass es hierbei um alle geht, um jedes einzelne Mitglied des Unternehmens.

 

Das Herz deines Unternehmens: der Zweck

Der Zweck eines Unternehmens beschreibt seine Daseinsberechtigung. Warum tust du was du tust? Welchen Mehrwert hat dein Unternehmen? Auf diese Fragen sollte man eine Antwort suchen, bis man eine gefunden hat, die erklärt, warum gerade deine Idee oder dein Produkt von so großer Wichtigkeit ist und wie es diese Welt besser macht. Warum verkauft man Zahnbürsten aus Bambus? Warum arbeitet man an einer Finanzapp? Vielleicht willst du etwas gegen die Umweltverschmutzung tun, weißt aber auch, dass saubere Zähne zu einer höheren Lebensqualität beitragen. Oder du warst als Student chronisch pleite und möchtest anderen Leuten helfen, die in derselben Situation sind, dies zu verhindern und das monatliche Budget besser und verantwortungsbewusster zu managen. Deshalb bist du hier und arbeitest jeden Tag daran, eine günstige und umweltfreundlich produzierte Zahnbürste zu produzieren und deshalb gibst du nicht auf und tust alles, um deine Vision von der perfekten Finanzapp auf den Markt zu bringen. Der Zweck deines Unternehmens ist der Grund warum man dein Produkt vermissen würde.

 

Hol dein Team mit ins Boot

Wenn du nun denkst, dass du sowieso weißt, warum du tust, was du tust und dass du aufgrund dieser Motivation jeden Tag aufstehst, solltest du einen weiteren Punkt in Betracht ziehen: Deine Mitarbeiter teilen diese Motivation vielleicht nicht oder nur unvollständig. Ein Job ist zunächst nur ein Job und ein Aspekt in einem vielfältigen Leben. Sie verdienen hier ihr Geld, um abends zu ihrer Familie zurückzukehren oder sich beim Fußball auszupowern. Sie müssen ihre Schulden abbezahlen und freuen sich mehr auf den nächsten Urlaub als den nächsten Montag im Office. Wenn sie jedoch, genau wie du, auf ein größeres Ganzes hinarbeiten, ist dies eine ungemeine Motivation und der Job wird auf einmal viel mehr als nur ein Job sein. Wenn sie in Entscheidungen und die Verkündung von Neuigkeiten einbezogen werden, bestärkt sie dies in ihrer Rolle und steigert die Motivation. Lasse dein Team bei jedem seiner Schritte wissen, warum es diesen tut und wie er zum größeren Ganzen beiträgt. Tägliche ToDos werden als wichtiger empfunden und gewissenhafter erledigt.

 

Erleichtere die Entscheidungsfindung

Ein weiterer Bonus ist, dass das Wissen um den Zweck bei Entscheidungsfindungen hilft. Wenn jedes Teammitglied weiß, warum einzelne Aufgaben zu erledigen sind, lässt sich leichter entscheiden, ob etwas mehr oder weniger wichtig ist. So können Entscheidungen selbstständig getroffen werden, ohne dass sofort die Führungsebene gefragt werden muss und einzelne Abläufe gehen reibungsloser über die Bühne.

 

Kurz und prägnant: der Zweck

Der Inhalt des Zwecks sollte nicht zu eng definiert sein. Oftmals reicht schon ein einzelnes Wort oder eine Idee. Bei Cashlink haben wir unseren Zweck folgendermaßen formuliert: Accelerating your innovation. Wir wollen also Innovationen fördern und voranbringen, indem wir unser Produkt zur Verfügung stellen und die Ausgabe von Unternehmensbeteiligungen vereinfachen. An diesen Zweck halten wir uns, wir erinnern uns an ihn wenn Entscheidungen anstehen und wenn wir Aufgaben nach Prioritäten organisieren müssen. Wenn du unsicher bist, wie du den Zweck deines Unternehmens genau herausfindest, helfen dir die folgenden Fragen:

  • Was machst du hier?
  • Warum tust du, was du tust?
  • Für wen machst du es?
  • Welchen Nutzen haben deine Taten?

Wenn du sie beantwortet hast, bist du der Formulierung deines Zwecks ein ganz entscheidendes Stück näher gekommen. Du hast deinem Unternehmen ein wichtiges Stück Struktur zur Orientierung gegeben. Dieser richtungsgebende Schritt wird dir und deinem ganzen Team eine hilfreiche Stütze sein.

 

Stabiler als ein altes Nokia: deine Kernkompetenzen

Es gibt zahllose Beispiele dafür, dass mit einer stabilen Mitte alles besser, sicherer und strukturierter funktioniert. Man nehme nur einmal den menschlichen Körper: Mit gut ausgebildeten Bauch- und Rückenmuskeln sinkt die Verletzungsgefahr, wenn man einen schweren Gegenstand anhebt oder wegdrückt signifikant. Leistungsfähige Rumpfmuskeln sind überall hilfreich, sei es beim Sport, im Haushalt oder beim Spielen mit den eigenen Kindern. Doch die stabile Mitte ist genauso wichtig bei Gebäuden, denn ohne tragende Wände würde kein Haus schweren Möbeln oder einem Unwetter standhalten. Eine Familie funktioniert harmonischer miteinander, wenn sie einen stabilen Kern hat, der im Zweifelsfall stützt und Sicherheit gibt. Und auch eine Tierherde hat immer einen Mittelpunkt nach dem sich die Dynamik richtet, genauso wie eine politische Partei.

 

Der logische Schluss

So ist es für Unternehmen nur logisch, dass sie ebenfalls eine starke und stabile Mitte benötigen, um effektiv arbeiten zu können. Wenn man im Unternehmen als Ganzes und als jeder Einzelne weiß, wo die Stärken und Schwächen liegen,  kann man sinnvolle Entscheidungen treffen. Damit einher geht auch das Wissen, welche Fähigkeiten man hat und welche Anforderungen und Ansprüche außerhalb des Kompetenzbereichs liegen. So weiß jeder, wohin der Unternehmensweg führen soll und welche Projekte sinnvoll sind.

 

Entdecke dein Alleinstellungsmerkmal dank der Kernkompetenzen

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wissen um die Kernkompetenzen auch als Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt dient. Bei Cashlink wissen wir, dass wir als Marktführer im Bereich digitale Wertpapiere durch unsere einzigartige Infrastruktur Ansprechpartner für Unternehmen sind, die ihre Unternehmensanteile digitalisieren wollen. Das ist unsere Nische, auf die wir uns konzentrieren und in der wir nach Perfektion streben. Andere Unternehmen mögen eine besonders effektive Möglichkeit entwickelt haben, umweltfreundliche, plastikfreie Zahnbürsten zu vermarkten und bekannt zu machen. Oder sie haben eine Finanzapp entwickelt, die Daten absolut sicher verwahrt und unter seinen Nutzern eine besonders gute Möglichkeit bietet, sein monatliches Budget verantwortungsbewusst zu verwalten. Keines dieser Unternehmen käme wohl auf die Idee, in einem Meeting plötzlich zu beschließen, den Fahrradhelmmarkt zu erobern. Warum auch? Die Entwicklung sicherer und stylischer Fahrradhelme liegt außerhalb ihres Kompetenzbereiches. Es fehlen die Fachleute und die Möglichkeiten, solche Helme zu produzieren. Es wäre eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen und in jedem Fall sinnvoller, sich auf den Bereich zu konzentrieren, in dem man bereits Experte ist.

 

Den Stier bei den Hörnern packen: Die Kernkompetenzen formulieren

Kernkompetenzen zu formulieren mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen, denn wie grenzt man ein, was man als Unternehmen macht? Natürlich macht es Sinn, dass man als Gründer einer Finanzapp die Finger von Fahrradhelmen lässt, aber was ist mit einer anderen zusätzlichen Funktion? Beispielsweise eine, die einem hilft, günstige Angebote und Schnäppchen in Onlineshops zu finden? Lässt sich das bewerkstelligen oder begibt man sich damit auf fremdes Terrain und verliert seine Kernkompetenzen aus den Augen?

Um diese Frage zu beantworten, ist es hilfreich, seine Kernkompetenzen zu definieren. Der Trick hierbei ist, sie einerseits so eng zu fassen, dass alle Mitarbeiter genau wissen, was im Bereich des Möglichen liegt. Gleichzeitig sehen sie auch, welche Gebiete nicht dazu gehören. Andererseits sollten die Kernkompetenzen jedoch nicht zu eng definiert sein. Sonst engt man sich am Ende selbst ein, wenn man später seinen Markt vergrößern möchte. Prahalad und Hamel haben hierfür drei Merkmale festgelegt.

  1. Die Kernkompetenzen können von Wettbewerbern nicht so leicht nachgemacht werden
  2. Sie können für viele Produkte und Märkte verwendet werden
  3. Sie trägt einen großen Teil zum Kundenvorteil und zum Wert eines Produktes oder Services bei

Diese drei Merkmale helfen dabei, eine eigene Kernkompetenz zu formulieren, die für dein Unternehmen und deine Kunden von Vorteil ist. Nutze sie, um dir in der Anfangsphase, wenn dein Unternehmen noch klein – möglicherweise ein Startup – ist, eine Richtung zu geben, damit du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst. Später ist es gut möglich, dass du weitere Produkte entwickelst oder sich dein Produkt für andere Zwecke verwenden lässt. Um diese kannst du dich dann kümmern, wenn die Zeit gekommen ist. Je nachdem, in welcher Phase du dich also befindest, geben Kernkompetenzen dir den nötigen Halt, beziehungsweise erlauben dir, dich in einem definierten Rahmen zu vergrößern und erweitern.

Die Vision und der OPSP

Die Vision deines Unternehmens hat vor allem ein Ziel: sie soll inspirieren. Dich, dein Team und am allerbesten auch deine Kunden, die von deiner Vision überzeugt sind und auch dann noch deine Kunden sein werden, wenn du deine Vision verwirklichst. Ganz am Anfang deines Unternehmens stand eine Idee, an deren Umsetzung du kontinuierlich arbeitest. Dein Traum, wie es eines Tages aussehen soll, wurde mit einem Plan strukturiert und auf einmal ist es kein Traum mehr, sondern eine Vision. Ein realistisches Zukunftsszenario, auf das du hinarbeitest.

Ein hilfreiches Tool bei der Erstellung und Ausformulierung deiner Vision ist der sogenannte One Page Strategic Plan (OPSP). Dieser hilft dir dabei, dir darüber klar zu werden, was du und dein Unternehmen machen und wohin die Reise gehen soll. Der OPSP hat drei Vorteile:

  1. Deine Vision wird anschaulich durch ein Modell beschrieben
  2. Die Vision ist weniger abstrakt wenn man sie ausformuliert und kann besser kommuniziert werden
  3. Mit dem OPSP erschafft man eine Routine, um die Vision aufrechtzuerhalten

Wenn du eine Vorlage suchst, wie du deine Vision, beziehungsweise deine Strategie und wie du sie erreichst zu Papier bringen kannst, findest du Vorlagen dafür auf scalingup.com.

 

Einfach und klar: Formuliere deine Vision

Mit Hilfe deiner Vision weißt du, wo dein Unternehmen jetzt steht und wohin du es lenken möchtest. Während der OPSP eine hilfreiche Möglichkeit ist, deine Vision in eine Strategie zu verwandeln, musst du sie zunächst ausformulieren. So wissen alle, die am OPSP arbeiten, was das große, übergeordnete Ziel ist. Bei der Ausformulierung ist es wichtig, dass du auf eine einfache und verständliche Wortwahl achtest, dass deine Vision Sinn stiftet und Emotionen weckt. Am besten fasst du sie in einem Satz zusammen, der positiv, lebendig und klar formuliert ist. Er sollte präzise sein, wenig Raum für Interpretationen lassen und eine Zeitspanne beinhalten.

 

Mit einer ausgefeilten Strategie zur Vision

Die Vision und ihre zugehörige Strategie sollte für alle Mitglieder des Unternehmens einerseits nachvollziehbar sein und andererseits etwas, worauf sie aktiv hinarbeiten und ihren Beitrag leisten können. Daher ist es von Vorteil, wenn die Strategie durchführbare Schritte aufweist, die für jeden umsetzbar sind. Wenn alle Mitarbeiter ihren Teil leisten können, um die Fragen nach dem wo, wie, was und wann beantworten und bearbeiten zu können, kann kontinuierlich auf die Vision hingearbeitet werden. Wenn jeder auf die Frage antworten kann, was man tut, um ans Ziel zu gelangen, wie man es umsetzt, wann man den nächsten Schritt erreichen will und weshalb man es überhaupt tut, wird es niemals Unklarheiten über Aufgaben und deren Sinn geben. 

Als Ziel deines Zwecks ist die Vision etwas, was man stets vor Augen haben sollte. Jedoch nicht als fernen Wunschgedanken, sondern ausformuliert und in machbare Schritte untergliedert, an denen jeder im Team mitarbeiten kann, um diese zukünftige Wirklichkeit gemeinsam zu erreichen. Wenn man weiß, wo man hin möchte und wo man auf seinem Weg steht, ist ein solider Grundstein gelegt, um auf der richtigen Spur zu bleiben.

 

Auf Kurs gebracht: Starte durch mit deiner Vision vor Augen

All diese Teile, die gemeinsam den Kern und die Vision des Unternehmens ausmachen, sind dafür gedacht, allen Beteiligten Halt und einen Rahmen zu geben. So können Entscheidungen unabhängiger getroffen werden und im Falle von Konflikten oder moralischem Zwiespalt kann eine konstruktive Lösung gefunden werden. Sie sollen jedoch keinesfalls einengen oder bei der Arbeit stören.

Ebenso wichtig ist es, sich einmal für Begriffe zu entscheiden und diese dann beizubehalten, damit keine Unklarheiten entstehen. Wenn du dein Unternehmen erst einmal auf diesen klaren Kurs gebracht hast und es einen stabilen Kern hat, lassen sich weitere Aufgaben sehr viel einfacher angehen und bewältigen. Du wirst sehen, wie die Motivation des gesamten Teams steigen wird, wie sich Aufgaben leichter zuordnen lassen und wie arbeiten für alle mehr Spaß macht, wenn der Job nicht nur ein Job ist, es ein großes Ziel gibt und einen klar vorgegebenen Weg mit erklimmbaren Zwischenstufen.