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Was gibt es bei der Einstellung einer studentischen Hilfskraft zu beachten?

In diesem Blogpost erfährst du, auf was du bei der Einstellung von Werkstudent*innen achten musst. Du erfährst, wie die Mitarbeit von Studierenden dein Unternehmen bereichern kann und bist auf alle wichtigen Dinge bestens vorbereitet.

 

Wen kann ich einstellen?

Wen soll ich einstellen?

Was sind typische Aufgaben für Werkstudent*innen?

Was sind die Vor- & Nachteile bei der Beschäftigung von Werkstudent*innen?

Wie viel dürfen studentische Hilfskräfte arbeiten und wie viel dürfen sie verdienen?

Was solltest du bei Arbeitsverträgen mit Studierenden beachten?

Wie bin ich ein attraktives Unternehmen für Werkstudent*innen?

 

Wen kann ich einstellen?

Die Voraussetzung für die Einstellung von einer studentischen Hilfskraft ist, wie der Name schon sagt, dass es sich um eine studierende Person handelt – und das in Vollzeit. Die Arbeit soll studienbegleitend zu bewältigen sein, nicht anders herum. Der Abschluss darf dabei noch nicht erreicht sein und muss das schlussendliche Ziel des Studiums sein.

Zudem dürfen Studierende während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Wird diese Stundenzahl überschritten, werden Sozialversicherungsabgaben verpflichtend. Da es in der Regel beiden Seiten ein Anliegen ist, dies zu vermeiden, macht es Sinn, diese Stundenzahl nicht zu übersteigen.

Eine weitere Regelung besagt, dass sich Werkstudent*innen nicht in einem Urlaubssemester befinden dürfen, während sie ihrer Tätigkeit in deinem Unternehmen nachgehen. Mehr als 25 Fachsemester dürfen ebenfalls noch nicht absolviert sein. So soll verhindert werden, dass Studierende ihr Studium aufgrund der Vorteile, die die Arbeit neben dem Studium bietet, unnötig in die Länge ziehen.

 

Wen soll ich einstellen?

Als Arbeitgeber sucht man natürlich nicht einfach jemand beliebigen ohne abgeschlossenes Studium. Vielmehr wird die richtige Arbeitskraft für die entsprechende Aufgabe gesucht und dafür eignen sich manche Bewerbende nunmal besser als andere.

Neben den oben genannten Kriterien, von denen die meisten gesetzlich vorgegeben sind, kann man als Arbeitgeber natürlich selbst noch die Auswahl anpassen, indem man jemanden für eine bestimmte Fachrichtung sucht. Je nachdem, ob man jemanden im Vertrieb, Personal oder für das Produkt Team sucht, werden unterschiedliche Qualifikationen benötigt. 

Daher macht es Sinn, sich zuvor genau zu überlegen, welche Aufgaben der Werkstudent*in übernehmen soll. So lässt sich gezielt suchen und man kann leichter einschätzen, wie viele Arbeitsstunden benötigt werden, in welchem Semester der Werkstudent oder die Werkstudentin sein sollte und welche sonstigen Kenntnisse erforderlich sind. Noch mehr interessante Informationen über die Beschäftigung von Studierenden findest du hier.

 

Was sind typische Aufgaben für Werkstudent*innen?

Die Aufgaben einer studentischen Hilfskraft sind natürlich individuell. Fest steht, dass es für das Arbeitsverhältnis nicht förderlich ist, lästige Aufgaben wie Kopierarbeiten oder Kaffee kochen auf die studentische Hilfskraft abzuwälzen. Idealerweise sollte die Einstellung eines Studierenden bewirken, dass das restliche Team entlastet wird und bei den täglichen Aufgaben Unterstützung erhält.

Werkstudent*innen sind keine vollwertigen Arbeitskräfte. Dazu fehlt ihnen zum einen die Zeit und zum anderen meistens die Arbeitserfahrung. Und das ist völlig ok. Wenn die Erwartungen von Anfang an den Gegebenheiten entsprechen, erhält das Team eine wichtige Unterstützung. Im Gegenzug können die Studierenden wertvolle Arbeitserfahrung sammeln kann.

 

Was sind die Vor- & Nachteile bei der Beschäftigung von Werkstudent*innen?

Wie alles hat auch die Beschäftigung von Werkstudent*innen Vor- und Nachteile. Da es sich hierbei um keine Vollzeitarbeitskräfte handelt, können sie natürlich nicht das selbe Pensum übernehmen wie eine Person, die jeden Tag anwesend ist und nicht nebenher studiert. Zudem haben sie fast immer weniger Arbeitserfahrung und sind noch nicht vollständig ausgebildet. Das muss bei der Übertragung von Aufgaben beachtet werden, damit es nicht zu Problemen kommt.

Auf der anderen Seite jedoch bieten Werkstudent*innen den Vorteil, dass die niedrigen Lohnnebenkosten Kostenersparnisse bringen. Beiträge für Krankenkasse oder Sozialversicherungsbeiträge, abgesehen von der Rentenversicherung, entfallen vollständig.

Sie kommen häufig motiviert und mit frischen Ideen in das Unternehmen, was eingefahrenen Strukturen gut tun kann. Zudem muss man sich vor Augen halten, dass es immer schwieriger wird, qualifizierte Arbeitskräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Entdeckt man diese schon früh, im Idealfall noch während ihrer Ausbildung, bleiben sie häufig auch nach dem Abschluss im Unternehmen.

Je nach Aufgabenbereich und Ziel lohnt sich die Einstellung einer studentischen Hilfskraft also definitiv, sei es zur Bewältigung aktueller Thematiken oder mit dem Gedanken, auf lange Sicht ein wertvollen Teammitglied zu gewinnen.

 

Wie viel dürfen studentische Hilfskräfte arbeiten und wie viel dürfen sie verdienen?

Werkstudent*innen dürfen während der Vorlesungszeit bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien gilt die 26-Wochen-Regel. Diese besagt konkret, dass man in einem Arbeitsjahr nicht mehr als 26 Wochen (182 Kalendertage) über 20 Stunden arbeiten darf. Ist dies doch der Fall, wird man als Werkstudent oder -studentin als versicherungspflichtig eingestuft und die entsprechenden Abgaben müssen gezahlt werden. Da dies für Arbeitgebende und -nehmende erhöhte Kosten bedeutet, wollen es normalerweise beide meiden.

Sobald Werkstudierende jährlich mehr als den Steuerfreibetrag verdienen, können sie als voll versicherungsfähige Arbeitnehmer eingestuft werden. Daher sollte man einerseits als Student oder Studentin, aber auch als Arbeitgeber ein Auge darauf haben, diese Grenze möglichst nicht zu überschreiten.

Werkstudierenden steht, ebenso wie allen anderen Arbeitskräften, eine gewisse Anzahl Urlaubstage zu. Nach dem Bundesurlaubsgesetz besteht ein gesetzlicher Anspruch von 20 Urlaubstagen bei einer 5-Tage-Woche. Entsprechend der Stunden, die ein Student oder eine Studentin pro Woche arbeitet, werden dann die Urlaubstage berechnet.

Im Krankheitsfall erhältst du dein Gehalt für 6 Wochen weiterhin regulär. Ein Anspruch auf Krankengeld besteht durch die entfallenden Sozialversicherungsbeiträge normalerweise nicht. 

 

Was solltest du bei Arbeitsverträgen mit Studierenden beachten?

Arbeitsverträge für Werkstudent*innen sind regulären Arbeitsverträgen sehr ähnlich. Es müssen jedoch Sonderregelungen, wie die Immatrikulation an einer Universität, die maximale Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche und die Versicherungsfreiheit geregelt werden.

Des weiteren sollte die Probezeit und deren Dauer abgeklärt sein und im Vertrag stehen genauso wie die Tätigkeitsbereiche und die Aufgaben. Da der Status von Werkstudierenden stets an den Studierendenstatus gebunden ist, sollte eine Befristung, falls das Studium auf irgendeine Art und Weise endet, geregelt sein.

Der Urlaubsanspruch sollte so genau und nachvollziehbar wie möglich im Vertrag stehen und natürlich dürfen auch Lohn und vereinbarte Arbeitszeit nicht fehlen. Da der Arbeitsvertrag auch bei Werkstudent*innen ein wichtiges Thema darstellt, sollte er in jedem Fall mit einem Rechtsanwalt aufgesetzt werden oder von diesem zumindest überprüft werden. Hier findest du einen Mustervertrag, den du downloaden und als Vorlage verwenden kannst.

 

Wie bin ich ein attraktives Unternehmen für Werkstudent*innen?

Nun ist es das eine, Werkstudent*innen einstellen zu wollen, etwas ganz anderes jedoch, ein attraktives Unternehmen für Werkstudierende zu sein. Doch wenn man sich darüber im Klaren ist, dass Studierende etwas andere Anforderungen haben als Vollzeitkräfte, lässt sich die Stelle in der Regel leicht anpassen. Zum einen benötigen Studierende flexible Arbeitszeiten: Nicht nur jedes Semester ändert sich der Stundenplan, auch Lerngruppentreffen, Klausurenphase und Referate können der regulären Arbeitszeit in die Quere kommen. Kann diese flexibel gestaltet werden, sorgt es schon einmal für deutlich weniger Stress.

Niemand will einen langweiligen Beruf. Das gilt auch für Studierende, die nebenher arbeiten. Daher sollte die Stelle die Möglichkeit bieten, Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln, sowohl beruflich als auch charakterlich. Wer dauerhaft nur zum Kaffee kochen geschickt wird und niemals Verantwortung übertragen bekommt, verliert schnell die Motivation. 

Womit wir auch beim nächsten Punkt wären: Verantwortung. Hat man als studentische Hilfskraft das Gefühl, man sei eigentlich überflüssig, sinkt die Lust und die Laune ebenfalls. Daher sind verantwortungsvolle Aufgaben in einem entsprechenden Rahmen wichtig, so dass studentische Hilfskraft einerseits das gelernte Wissen einbringen kann und andererseits neue Erfahrungen macht. Möglicherweise bieten sich sogar Gelegenheiten, in verschiedene Bereiche Einblicke zu erhalten, so dass über die normalen Tätigkeiten hinaus Erfahrungen gesammelt werden können.

Ein weiterer Aspekt ist die Bezahlung. Dass Werkstudierende nicht zu den Topverdienern gehören, ist wohl jedem klar, dennoch kann schlechte Bezahlung ebenfalls ein Motivationskiller sein. Mindestlohn ist gesetzlich vorgeschrieben, alles darüber hinaus bleibt dem Unternehmen überlassen und sollte den gegebenen Bedingungen entsprechend angepasst werden.

 

Bild: Pexels


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