Mein Alltag als Entwicklerin bei Cashlink

Seit Juli 2019 arbeite ich als Backend Entwicklerin gemeinsam mit dem Team bei Cashlink an der technischen Infrastruktur zur Ausgabe digitaler Wertpapiere. Cashlink ist ein sehr technisch geprägtes FinTech und hat es sich zum Ziel gesetzt, Innovationen zu fördern, indem es selbst sehr innovativ neue Wege geht und Distributed Ledger Technologien einsetzt, um Unternehmensbeteiligungen zu digitalisieren. Cashlink sitzt im FinTech Hub der Deutschen Börse nicht weit von der Berger Straße entfernt, mit einem phänomenalen Blick auf die Frankfurter Skyline. Ich gestehe, dass ich keine Ahnung vom ‘Fin’ hatte, bevor ich bei Cashlink startete. Aber lernen ist hier erwünscht und gefordert, was auch auf unsere Core Values zurückzuführen ist.

 

Cashlink und die Core Values

Wir alle bei Cashlink legen sehr großen Wert auf unsere Core Values, die wir in einem anderen Blogbeitrag bereits näher beschrieben haben. Sie stehen nicht nur auf der Homepage oder hängen bei uns im Office, sondern jede einzelne Person handelt auch nach diesen Prinzipien. So unterschiedlich das Team auch ist, unsere Core Values sind eine Gemeinsamkeit, die uns zusammenschweißt, unser gemeinsamer Nenner. Vier Werte erheben wir zu Prinzipien. Nüsse knacken: Wir knacken gerne Nüsse, denn wir lösen komplexe Probleme. Challenge the status Quo: Wir fordern den Status Quo heraus, weil wir alles hinterfragen und nichts als gegeben ansehen. Fairness und Win-Win-Situationen: Wir leben Fairness und zielen auf Win-Win-Situation ab, weil wir nachhaltige Partnerschaften pflegen wollen, von denen jeder profitiert. Team vor Ego: Den Erfolg des Teams stellen wir über den persönlichen Erfolg, da wir Teamplayer sind.

 

Wie lebt es sich im Arbeitsalltag als Entwicklerin?

Wir arbeiten agil. Ja, wirklich! Wir leben Scrum und sind stets darauf bedacht, unseren Entwicklungsprozess kontinuierlich zu verbessern. Wichtiges, und anderswo oft vernachlässigtes, Instrument stellt hier die Sprint Retrospektive dar, in der wir alle zwei Wochen in die Analyse gehen, was uns jeden persönlich glad, sad oder vielleicht sogar mad machte. Hier kommt alles auf den Tisch, was in irgendeiner Weise die Zusammenarbeit des Teams betrifft. Oft ergeben sich daraus Action Items, die es dann in den kommenden zwei Wochen anzupacken gilt. Durch unsere Core Values Team von Ego und Fairness und Win-Win-Situationen suchen wir konstruktiv und gemeinsam nach Verbesserungen und lernen aus unseren Fehlern.

Hervorzuheben ist auch, dass wir unser daily scrum nicht nur innerhalb des Entwicklungsteams machen, sondern alle Anwesenden kommen zusammen und berichten kurz an was sie arbeiten, was das Wichtigste ist zum nächsten daily scrum und ob es Probleme gibt. Selbst bei einer großen Gruppe sind diese drei Fragen schnell beantwortet und ich als Techie bekomme einen Eindruck davon, was gerade bei Sales, Marketing und HR am Start ist. 

Wir setzen auf Qualität und Sicherheit. Continuous Integration zur automatisierten Ausführung von Unit-Tests, Integrationstests und statischer Codeanalyse kommt natürlich zum Einsatz. Außerdem setzen wir auf Code Reviews. Wir entwickeln stets in topic branches und unterziehen jeden branch einem code review. Hier prüfen wir, ob z.B. alle Akzeptanzkriterien der User Story erfüllt sind und ausreichend bzw. passende Tests vorhanden sind oder sich der neue Code gut in die Architektur einfügt. Niklas, unser Head of IT Security führt regelmäßig security reviews durch, zusätzlich zu externen Audits, um die Sicherheit der technischen Infrastruktur gewährleisten zu können.

 

Wöchentliche 1on1s

Wir geben Feedback. In wöchentlichen Gesprächen mit meiner Teamleitung Lars kann ich reflektieren, was gut lief, was schlecht lief, Gründe benennen und Verbesserungen anregen. Außerdem ist Zeit, inhaltliche Fragen zu klären oder auch Persönliches, was auch immer mir gerade auf der Seele brennt. Diese halbe Stunde ist sehr wertvoll, um einen Schritt raus aus dem Arbeitsalltag zu treten und zu hinterfragen, ob ich etwas ändern muss, um besser zu werden. Challenge the Status Quo ist hier das Credo!

 

Von- und miteinander lernen

Wir denken übergreifend. Wie bereits kurz beschrieben, nehmen alle gemeinsam am daily scrum teil, so dass wir auch themenübergreifend Einblicke in die verschiedenen Teams bekommen. Daraus ergeben sich oft Diskussionen im Nachgang, z.B. bei unserem gemeinsamen Mittagessen im Hub. Zusätzlich gibt es alle zwei Wochen die Möglichkeit in unserem All-Hands-Meeting Fragen an jede beliebige Person zu stellen oder auch eine kleine Learning-Session zu halten. Zum Beispiel erläutert jemand wie die Regulierung der BaFin bezüglich digitaler Wertpapiere im Moment aussieht, oder was genau eigentlich Frontend und Backend bezeichnet, und was API bedeutet. 

 

Und was noch?

Ich bin gerne im Büro, da die Arbeitsatmosphäre entspannt und locker ist, wir aber durch klare Office-Regeln konzentriert an unseren Stories arbeiten können. Für mich ist der direkte Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen sehr wichtig. Das gemeinsame Mittagessen als Institution bringt uns zusammen, genauso wie regelmäßige Teamevents. 

Nichtsdestotrotz arbeite ich auch gerne von zu Hause, was sehr einfach möglich ist, in Absprache mit Lars und dem Team. Über slack sind alle per chat oder auch mal telefonisch erreichbar, so dass auch remote Fragen geklärt werden können. Da ich mir durch Homeoffice den Anfahrtsweg spare, lässt sich für mich auch die Familie einfacher organisieren, so z.B. wird das Abholen meiner Kinder von Kindergarten und Schule entspannter. Natürlich basiert auch das auf unserem Prinzip Fairness und Win-Win-Sitautionen, was gegenseitig gilt.