EXPERT INTERVIEW

Die Verwahrung digitaler Vermögenswerte: Im Gespräch mit Finoa

Foto von Benedikt Scheungraber
Benedikt Scheungraber
April 21, 2020
Interview mit Finoa

Finoa ist ein Unternehmen, das sich auf die Verwahrung digitaler Vermögenswerte für institutionell investierende Personen und Unternehmen spezialisiert hat. Cashlink hat mit dem Geschäftsführer Henrik Gebbing über die besonderen Lösungen im Bereich der Verwahrung gesprochen.

Cashlink: Lieber Henrik, schön, dass du heute in unserer Interviewserie zu Gast bist. Bitte stell dich und dein Unternehmen Finoa doch einmal kurz vor.

Henrik Gebbing: Sehr gerne! Finoa ist ein Berliner FinTech, welches sich auf Finanzdienstleistungen für digitale Vermögenswerte (‚Digital Assets‘) spezialisiert hat. Wir bieten unserer Kundschaft neben der hochsicheren Verwahrung auch Staking-Services sowie den Handel mit OTC-Plattformen und Brokern an.

Cashlink: Ihr seid eines unserer wichtigsten Partnerunternehmen, was sich erst kürzlich bei unserer gemeinsamen Emission mit dem Bankhaus Scheich wieder gezeigt hat. Erzählt doch nochmal kurz, wie Finoa zu dieser erfolgreichen Emission mit dem Bankhaus Scheich beigetragen hat.

Henrik Gebbing: Wir haben dem Bankhaus Scheich und den Transaktionsteilnehmern mit Finoa die Depots zur Verwahrung und zum Settlement der tokenisierten Vermögenswerte zur Verfügung gestellt und hierzu den Token-Standard in unsere Infrastruktur eingebunden. Nach der erfolgreichen Emission von tokenisierten Vermögenswerten ist die sichere, technische Verwahrung in spezialisierten Depots unerlässlich, um den Verlust der Assets zu vermeiden und den investierenden Personen die Möglichkeit zu geben, ihre Investments aktiv zu verwalten.

Cashlink: Wie garantiert ihr die hohe benötigte Sicherheit bei Finoa? Welche Maßnahmen ergreift ihr, um diese zu gewährleisten?

Henrik Gebbing: Finoa arbeitet mit höchsten Sicherheitsstandards im Bereich der Kryptografie, Militär- und Bankentechnologie. So nutzen wir beispielsweise sogenannte Hardware Security Module (HSMs), welche auch von Nachrichtendiensten oder im Bereich der Kreditkartensicherheit eingesetzt werden. Hierzu haben wir ein hochgradig heterogenes Team aus Banken-, Kryptografie- und Blockchain-Technolog*innen zusammengestellt.

 

Cashlink: Welche Vorteile bietet euer Verwahrsystem speziell?

Henrik Gebbing: Wir setzen sogenannte Warm-Storage-Technologie ein, welche die digitalen Vermögenswerte unter höchsten Sicherheitsstandards verwahrt, aber gleichzeitig den Nutzern weiterhin zugänglich macht. In Kombination mit der biometrischen Identifizierung über den Fingerabdruck oder der Face-ID auf dem Smartphone, kann die nutzende Person innerhalb von Sekunden auf ihre Vermögenswerte zugreifen. Zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Cashlink: Die neue Bafin-Regulierung zur Kryptoverwahrung gilt jetzt seit einigen Monaten. Wie ist euer erstes Feedback?

Henrik Gebbing: Hochgradig positiv. Finoa selbst ist ein vorläufig lizensierter Kryptoverwahrer nach §64y KWG und derzeit im Austausch zur Lizenzbestätigung mit der Bafin. Wir sehen die progressive Regulierung als große Chance, da diese traditionellen Unternehmen im Finanzbereich Vertrauen und Verständnis für eine neue Anlageklasse bringen. Wir als Finoa sehen uns hervorragend positioniert, um als regulierter Kryptoverwahrer den Markt zu bedienen.

Cashlink: Wie kam es, dass ihr euch im Bereich der Verwahrung für Lösungen für professionell investierende Personen und Unternehmen entschieden habt?

Henrik Gebbing: Professionell investierende Personen und Unternehmen haben nicht nur ein ganz spezielles Verständnis von Qualität und Service, sondern sind auch quantitativ, das heißt vom Anteil am Gesamtkapital, die wichtigsten Finanzmarktteilnehmenden. Wir haben für uns frühzeitig identifiziert, dass diese Kundengruppe im Bereich digitaler Vermögenswerte unzureichend bedient wurde.

Cashlink: Wie schätzt ihr die zukünftige Entwicklung der nächsten Jahre rund um die Verwahrung von digitalen Assets ein?

Henrik Gebbing: Die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten wird die Rolle der klassischen Verwahrer komplett neu definieren. Neben einem von Grund auf neu zu etablierendem Tech-Stack, werden auch erweiterte Service-Dienstleistungen wie Staking den Markt neu definieren.

Cashlink: Was genau umfasst euer Produktportfolio alles?

Henrik Gebbing: Neben der hochsicheren Verwahrung von fast allen digitalen Vermögenswerten wie Kryptowährungen, Nutzungstoken und Security Token, bieten wir unserer Kundschaft auch Staking-Services sowie den Handel mit OTC-Plattformen und Brokern an. Unser Portfolio wird natürlich auch zukünftig an neueste Entwicklungen im Ökosystem angepasst. Dafür stehen wir unseres Erachtens mit der Blockchain-Technologie erst am Anfang der Entwicklung.

Cashlink: Und zuletzt, wie profitieren Unternehmen von der Zusammenarbeit zwischen Finoa und Cashlink?

Henrik Gebbing: Professionell investierende Personen und Unternehmen mit einem Finoa-Depot sind nicht nur in der Lage, ihre Kryptowährungen bei uns sicher zu verwahren, sondern bekommen zusätzlich den Zugriff auf alle digitalen Emissionen, die durch Cashlink lanciert werden. Das ermöglicht den Aufbau eines Portfolios digitaler Vermögenswerte aus einer Hand von zwei der führenden, regulierten Unternehmen und Finanzdienstleistenden im Bereich digitaler Assets.

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